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Fahrtbericht 29

von Eberhard Koebel (tusk)
Fahrtbericht 29

DER KLASSIKER ALS NEUAUFLAGE
140 Seiten
14 x 16,5 cm
Broschur

Best. Nr. 088
12,80 EUR
inkl. 7 % UST
zzgl.
Lieferzeit: 1 Woche

Beispielseite 1 Beispielseite 2

Klappentext

Bis heute gehört dieser Fahrtbericht von 1929 zu den legendärsten Texten der Jugendbewegung. Beschreibung und Fotografien wurden 1930 von Eberhard Köbel von eigener Hand gesetzt und veröffentlicht – durchaus auch in der Absicht, das Bild seines übergreifenden Projekts »Jungenschaft« nach innen und außen weiter zu formen. Die vorliegende Neuausgabe des »Fahrten-Mythos« gibt das Original textlich getreu wieder, begleitet das Werk aber auch erstmals kritisch. Mit dem ergänzten Abdruck des Beitrags von Köbel in der Zeitschrift Atlantis ist ein erster Kontrapunkt gesetzt. Das Nachwort des tusk-Kenners Eckard Holler ordnet den Fahrtbericht 29 in seine Zeit ein und klärt auf, wo Wunsch und Wirklichkeit, Realität und Propaganda sich schneiden.




Leseprobe

»Nach Gefühl und Richtung mußten wir jetzt gehen. Es gibt viele Gesetze, wie das Wasser fließt. Die muß man wissen, sonst kommt man an wilde Sturzbäche, die sich nicht waten lassen. Einen mußten wir auf einer Schneebrücke überqueren. Wir waren bester Stimmung. Auf einem Hochplateau war Sturm- und Schneetreiben. Wir waren vom Nebel umschlossen. Ich wußte, daß hier irgendwo ein Steilabfall war. Ich wagte nicht, weiter zu gehen. Wir setzten uns, aßen einen Viertel Kachko und warteten frierend, ob sich der Nebel verziehe. Vorsichtig ging ich hundert Meter weiter. Da hörte plötzlich der Boden auf und unter mir flogen zerrissene Wolken über ein mattgrünes Tal. Da waren unglaublich große Wände aus starrendem grauen Stein.«